Kite Downwinder - Resume

4. Oktober 2009 | Von Fabian | Kategorie: Kite Downwinder
leadimage

Mehr als 400km von Canoa Quebrada nach Jericoacoara in zehn Etappen immer entlang Brasiliens Küste. Das ist die Bilanz nach 20 Tagen Backpacking auf dem Meer (12.08.09-31.08.09). Neben vielen neuen und genialen Spots, an denen nur wenige vor mir gekitet sind, hatte ich auf diesem Solo-Downwinder auch die Möglichkeit Land und Leute von einer Seite kennen zu lernen, wie es als normaler Tourist nie möglich gewesen wäre. Egal wo ich gestrandet bin, immer traf ich auf nette und hilfsbereite Menschen. Gerade die Einheimischen waren besonders interessiert an meinem Trip. Natürlich haben sie schon vor mir Kitesurfer gesehen, schließlich ist dieser Sport hier mittlerweile recht verbreitet und bringt viel Geld und eine neue Perspektive für die Bevölkerung in diesen sehr armen Staat von Brasilien. Dennoch waren sie sehr erstaunt, dass ein Gringo alleine, nur mit einem Rucksack, in dem seine Habseligkeiten sind, entlang ihrer Küste kitet und löcherten mich mit unzähligen Fragen.

Wenn ich zurückblickend auf den Trip schaue, bin ich irgendwie stolz, dass ich mein mir selbst gesetztes Ziel erreicht habe. Ich habe es geschafft die komplette Strecke nur mit Hilfe des Windes, gezogen von einem großen Lenkdrachen, zurückzulegen. Selbst die kritischen Stellen wie zum Beispiel Fortaleza oder der Offshore-Hafen von Pecem bin ich umfahren. Hier hatte ich mir ja bis zuletzt die Möglichkeit gelassen auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen bzw. das Hindernis zu umgehen.

Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass Wetter und und vor allem Wind mir sehr entgegen kamen. Südlich von Cumbuco hatte ich genügend Wind und musste nie eine Zwangspause wegen Flaute einlegen. Ganz im Norden zwischen Icarai de Amontada und Jericoacoara war der Wind dann relativ gemäßigt und nie zu viel für meinen 9qm Core GT. Dieses einzigartige Abenteuer wird für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die mich vor und auf meinem Trip unterstützt haben. Besonderer Dank gilt Hiss-Tec, die mich mit erstklassigen Kitesurfmaterial unterstützt haben (Boards: www.deluxeboards.com und Kites: www.core-kites.com). Auch möchte ich mich bei Klaus von Bergzeit bedanken, ohne seinen Einsatz wäre der Spot Satellite GPS Messenger wahrscheinlich immer noch im Schweizer Zoll und der Trip hätte nie statt gefunden.

“Was ich wünschte, war Bewegung und nicht ein ruhiges Dahinfließen des Lebens. Es verlangte mich nach Aufregungen und Gefahren, nach Selbstaufopferung um eines Gefühles willen.”

LEO N. TOLSTOI, >Familienglück<

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Ein Kommentar
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  1. Hi Fabi,

    es ist ein super Bericht und an vielen deiner Spots bin ich gewesen aber den Trip komplett als Downwinder
    Da sag ich nur:
    wow und RESPEKT!!!

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