Grimselpass - Zinal - Bishorn

21. September 2010 | Von Christina | Kategorie: By Fair Means 2010
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Die Nacht vor der Ueberquerung des Grimselpasses verbrachten wir auf der Ladefläche eines Landwirtschaftsfahrzeuges. Da wir in der Jagdküche der Hofbesitzer kochen durften starteten wir gut und gestärkt zum Grimselpass!

dscf0855Zu Beginn recht flott unterwegs und mit konstanter aber nicht allzusteiler Steigung, ging es irgendwann daran, die Serpentinen zu meistern. Zwar mit brennenden Oberschenkeln und schweissnass, aber immer wieder motiviert von dem aufmunternden Hupen, den vielen anerkennenden Zurufen und den nach oben zeigenden Daumen der vorbeisausenden Autofahrer schafften wir es in knapp 5 Std. nach oben!!! dscf0857

Die Abfahrt war zwar schön aber pannenreich: Philipp musste kurz hinter Gletsch seinen Vorderreifen flicken, während Christina sich zur selben Zeit daran machen musste, den Abstand von Schutzblechschraube und Reifen zu vergössern, um das reifenschädliche Schleifen zu unterbinden! Wir schraubten also beide in einer Serpentinkurve an unseren Rädern rum - das erste Mal das bei beiden wirklich was kaputt war und das auf dem Pass……dscf0861

Weiter gings dann noch bis Brig, wo wir gegen 20.15 Uhr auf dem Campingplatz einrollten um freudig unsere neue Kocherpumpe in Empfang zu nehmen!!! DER KOCHER FUNKTIONIERT ENDLICH WIEDER!!!!!dscf0903

Am nächsten Tag wurde nicht nur spät gestartet, sondern die Fahrt nach Sierre verlief reichlich langsam! Unsere müden Beine wollten einfach nicht kräftig genug in die Pedale treten! Nach langer Mittagspause bei Sierre schafften wir es aber immerhin noch über die Hälfte des Anstiegs richtung Zinal hoch!!! Heftige steigung, sehr serpentinreich aber wir waren wieder motiviert! 12 Km vor Zinal wurde es schon beinahe dunkel und wir campierten auf einer Wiese!

Am nächsten Tag noch kurz geschwitzt und wir waren angekommen am Ausgangspunkt unserer Bergbesteigung!!!

dscf0927Wir durften im Garten eines sehr lieben und umsorgenden älteren Ehepaars zelten, die uns am Tag drauf, der im Zeichen des völligen Weltuntergangwetters stand, mit allerlei leckerem Essen nur so verwöhnten!!!

Trotz Regen starteten wir am 18.09. zur Cabane de Tracuit, die am fusse des Turtmanngletschers, welcher den Weg zum Gipfel des Bishorns darstellt, liegt.

dscf0950Der Aufstieg war steil, anstrengend und nass, bedingt durch den Regen! die Rucksäcke, mit Zelt, Schlafsäcken, Isomatten, Essen und Berzeug beladen, waren schwer, aber wir schafften es nach knapp 6 Std. und etlichen Pausen nach oben und stellten unser Zelt zwischen Geröllhaufen auf!dscf0989

Kaum angekommen verdichtete sich der Nebel auf wenige Meter Sichtweite, es wurde eisig kalt und uns blieb nur im Zelt unsere warme Suppe zu löffeln und der Einladung von drei Schweizern auf warme Getränke, Schoki und tolle, lustige Geselligkeit in der Hütte zu folgen und uns erst spät abends ins Zelt zu verkriechen.

Nach recht kalter und kurzer Nacht klingelte uns um 4 uhr der Wecker aus dem Schlaf! Frühstück im Zelt, dick einpacken, angurten, Rucksack zu ende packen und los gings um ca 6.30 Uhr Richtung Gipfel!

dscf1010Der Weg gestaltete sich anfangs recht angenehm. Später dann steiler aber immernoch recht einfach dem ständig im Sichtfeld liegenden Gipfel entgegen (was ganz schön nervig ist!!!).dscf1016

Dann waren wir endlich oben!!!! Wir hatten das schönste Wetter, die Rundumaussicht war atemberaubend!!! Der beissende Wind liess uns nicht allzulang dort oben verweilen!

Runter gings angenehm einfach! Es war warm, die Aussicht toll und die Laune fantastisch!

Nach einem Picknick und dem Zeltabbau zurück bei der Cabane de Tradscf1052cuit gings dann an den härtesten Teil des Tages. Der Abstieg ins Tal! Ein klassischer knie- und fusskillender nie enden wollender abstieg….nein, schön war das wirklich nicht, aber umso schöner wars dann unten von unseren besorgten Gastgebern mit Dusche, frischbezogenem Bett und echtem schweizer Fondue und viel viel Weisswein empfangen zu werden - ein Traum für die Rückkehr eines jeden Bergsteigers!!!!dscf1061

so hatten wirs also geschafft, über die Hälfte der Reise ist um, die sonne strahlt, wir sind gestern von Zinal bis Brig gefahren und heute werden wri dem Furkapass gefährlich nahe kommen…..

Die Laune ist immernoch mehr als gut und wir hoffen darauf, dasss die Heimreise uns genausogut gesinnt ist wie der ganze Rest bisher!!!

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