Furkapass-Oberalppass-Chur

24. September 2010 | Von Christina | Kategorie: By Fair Means 2010, In Navigation anzeigen

Nach einem recht organisationsreichen Tag in Brig schafften wir es nur noch knapp 20km (dennoch recht steil aufwärts) und fanden ein nettes Schlafplätzchen in dem kleinen Oertchen Lax.

Tagesziel für den folgenden Tag war es über die konstante Auffahrt von Lax bis nach Gletsch zu kommen und erst am Tag drauf den Furkapass in Angriff zu nehmen. Als wir bereits am frühen Nachmittag in Gletsch ankamen beschlossen wir kurzerhand doch noch zumindest die Hälfte des Furkapasses hinauf zuradeln, da wir wussten,

dass es dort eine geeignete Campingstelle am Fluss für uns gab. Dort angekommen schienen wir noch zu viel Kraft zu haben, denn wir fuhren spontan auch noch den Rest und damit die meisten der Furkapass-Serpentinen steil bergauf. Insgesamt hatten wir also den Furka in weniger als 3 Std. gemeistert und waren dann doch recht stolz auf unseren plötzlichen Motivationsschub! Die Abfahrt bis Andermatt war gigantisch schön und lang und ein wohlverdienter Heidenspass bei langsam sinkender Sonne!

In Andermatt fanden wir uns zum ersten Mal auf der gesamten Reise mit recht unfreundlichen Menschen konfrontiert, fanden aber nach langem Fragen und Suchen ein schönes Plätzchen auf einem Bauernhof. Dazu gabs auch noch eine humorvolle Unterhaltung, bei der uns angeraten wurde wegen des Bodenfrosts doch nur einen Schlafsack zu benutzen…

Nach tatsächlich recht kalter Nacht fuhren wir am nächsten Morgen den Oberalppass hinauf, dieser war nicht ganz so schwer zu meistern wie die bisherigen. Besonders schön war die Ueberraschung, also die Serpentinen gar nicht so hoch gingen wie gedacht, sondern sich vor uns plötzlich eine nur noch sanft ansteigende Ebene erstreckte! Oben angekommen wieder einmal eine ausgedehnte Mittagspause und ab gings ins Tal mit zum ersten Mal dem Gefuehl im Kopf langsam „heimzukehren“ und dem Wissen dass wir da auf dem Rückweg nicht wieder hoch müssen…..(über 50km fast ausschliesslich Abfahrt!!!!!)

Abends kamen wir wieder mal im Garten eines Bauernhofs unter, wurden mit Duschmöglichkeit, leckerem Alpkäse und Butter wieder mal ausserordentlich gut von der Kantonsparlamentarierin (Hofbesitzerin) versorgt.

Nun sind wir in Chur und machen heute einen, durch die beiden letzen doch recht harten Tage bedingten, kürzeren Radeltag und werden uns gleich hinter Chur nach einem Nachtlager umsehen…..

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