Alpencross - Packliste (5)
27. Januar 2009 | Von Christoph Ebert | Kategorie: Alpencross mit SkiDer Tourstart rückt immer näher und langsam wird es Zeit, auch in der Planung konkret zu werden. Für mich bedeutet das in erster Linie: entscheiden, was in den Rucksack kommt und was zu Hause bleiben muss. Der Spielraum ist dabei nicht sehr groß. Zum einen begrenzt selbstverständlich das Gewicht meine Wünsche. Zum anderen ist auch das Rucksackvolumen mit 50 Litern limitierend. Erschwerend kommt hinzu, dass an einem ABS-Lawinenrucksack kaum Material außen getragen werden kann, da dies eventuell die Entfaltung der Airbags behindert.
Als unumgängliche Ausrüstung stehen bereits jetzt auf der Liste:
- Zelt
- Kocher, Kochgeschirr
- Steigeisen
- Eispickel (kann außen am Rucksack transportiert werden)
- Gleitfelle
- Harscheisen (können evtl. dauerhaft an den Ski montiert werden)
- Schlafsack
- Isomatte
- Biwaksack
- Erste Hilfe Set inkl. Rettungsdecke
- LVS-Gerät, Schaufel und Sonde
- Skibrille
- Stirnlampe
- ein paar leichte Handschuhe
- ein paar warme Fäustlinge
- GPS-Gerät
- Kompass und Höhenmesser
- Aluminiumflasche mit Isolation
- Trinksystem
- Schreibblock und Bleistift
- div. wasserdichte Packsäcke und Beutel
Vor allem Zelt und Schlafsack bereiten mir aufgrund ihrer Maße Kopfzerbrechen. Sie alleine verbrauchen fast schon mein gesamtes Rucksackvolumen. Die Therm-a-Rest Isomatte wurde von mir deshalb auf Minimalmaße zusammengeschnitten. Komfortabel wird es schließlich ohnehin nicht werden.
Obwohl ich mein Wasser auch im Winter am liebsten in einem Trinksystem transportiere (kleiner Tipp: das Wasser gefriert auch bei extremsten Temperaturen nicht, wenn man regelmäßig – vielleicht alle 20 Minuten - einen kleinen Schluck trinkt und den Schlauch danach wieder leer bläst), will ich nicht auf die klassische Sigg-Bottle verzichten: mit warmem Wasser gefüllt ist sie unschlagbar im Vorwärmen eines Schlafsacks oder von Innenschuhen.
Zusätzlichen Platz verbrauchen die Packsäcke. Thematisch zusammengehörige Ausrüstungsgegenstände (bspw. Kochen oder Notfall) verstaue ich gemeinsam in einem wasserdichten Packsack (Drybag). So sind diese geschützt und leicht zu finden. Denn leider werde ich wohl nicht immer so strahlenden Sonnenschein genießen, wie auf dem Foto (am Sonnenkopf).
Eine unendlich zeitaufwändige Arbeit, ist es, mein Kartenmaterial zusammenzustellen. Da ich unmöglich detaillierte Karten für alle durchquerten Gebiete mit mir führen kann, versuche ich die für mich wichtigen Informationen so platzsparend wie möglich zusammenzufassen. Dazu werde ich ein anderes Mal ausführlich berichten.
Als „Verbrauchs“-Gegenstände, von denen ich je nach Tourenlänge und Versorgungsmöglichkeit mal mehr und mal weniger mit mir führen werde, habe ich folgendes notiert:
-
Klopapier
-
Verpflegung (je nach Etappe für bis zu 3 Tage + Notration)
-
Wasser (je für einen Tag)
-
Brennspiritus (immer mind. ½ Liter)
-
Batterien (für LVS-Gerät, GPS und Stirnlampe, je nach Etappe für bis zu 3 Tage)
Ergänzend werde ich folgende persönlichen Gegenstände mit mir führen:
- Kontaktlinsen
- Brille
- Dreieckstuch
- Zahnbürste, Zahnpasta, kleines Handtuch, Hygienetücher
- Fotoapparat, Ersatzakku und Ladekabel
- Mobiltelefon, Ersatzakku und Ladekabel
Der Verdrängungskampf unter den Ausrüstungsgegenständen beginnt leider schon bei elementaren Gegenständen:
- Zeltschuhe (können evtl. durch Innenschuhe ersetzt werden)
- Gesichtsmaske (kann evtl. durch Dreieckstuch ersetzt werden)
- Mülltüten (können evtl. durch Packbeutel ersetzt werden)
- Sonnenbrille (kann evtl. durch Skibrille ersetzt werden)
- Zur Zeit tendiere ich dazu, sowohl meinen Helm, wie auch Klettergurt samt diversen Karabinern und Schlingen zu Hause zu lassen. Beides wäre ohne Zweifel hilfreich. Da ich jedoch solo unterwegs bin, kann ich nicht damit rechnen, mich anseilen zu können. Das Kletterzubehör wird damit zum Ballast. Was den Helm angeht bin ich mir noch unschlüssig, da ich generell sehr gerne mit Helm unterwegs bin…