Alpencross - die Idee (1)

13. Januar 2009 | Von Christoph Ebert | Kategorie: Alpencross mit Ski, Beliebteste Artikel
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Die Idee kam mir während meines Studiums in Grenoble. Als ich Weihnachten zu meinen Eltern nach Augsburg fuhr, hatte ich Mühe, mich auf den Verkehr zu konzentrieren, so verlockend und wunderschön blitzten auf der Beifahrerseite die schneebedeckten Gipfel der Alpen: Mont Blanc, Matterhorn, Dufourspitze… der Stoff, aus dem die Träume sind flog an mir vorbei, während ich auf der Autobahn an all den Schönheiten vorbei nach Hause düste… Wie es wohl wäre, meine Heimat und meine Wahlheimat auf Skiern zu verbinden?

Immer mehr geriet ich ins Träumen, von den so jungfräulich erscheinenden Bergen. Die Idee war geboren, die Strecke von Augsburg nach Grenoble auf Großväterart zu überbrücken: so, wie es war, bevor Autobahnen und Brücken die Reise auf einen Tag zusammenschrumpfen ließen. Zu Fuß wäre es möglich. Mit dem Fahrrad. Eventuell mit einem Kajak. Und natürlich auf Skiern. Letzteres erschien mir die lohnendste Variante, um zu beginnen: die Langsamkeit der Bewegung, die großartige Bergwelt, das leichte hinabgleiten und unendlich fordernde heraufkriechen.

Ja, die Ski sind perfekt, um sich die Dimension und die Herrlichkeit der Alpen wieder bewusst zu machen. Und alleine, nur auf sich selbst gestellt, nur für sich selbst verantwortlich müsste sich die Erfahrung noch intensivieren lassen. Auf Großväterart bedeutet aber auch den Verzicht auf jegliche Hilfsmittel: kein Bustransfer im Tal, keine Depots, keine Unterstützung und selbstverständlich keine Lifte… Zugeständnisse will ich lediglich dort machen, wo sie meiner Sicherheit dienen. So werde ich etwa einen ABS-Lawinenrucksack tragen, was mir durch die Unterstützung der Firma Bergzeit möglich wurde, ein GPS-Gerät mit mir führen und in Hochlagen auf den Schutz der Winterquartiere zurückgreifen.

Ansonsten aber soll es so ursprünglich sein, wie eben möglich, ohne sich unnötig in Gefahr zu bringen. Mit Verpflegung aus den durchquerten Tälern, Übernachtungen im Zelt, und sämtlichem Gepäck auf dem Rücken werde ich mich voraussichtlich sechs Wochen entlang dem Alpenhauptkamm quälen. Die Route führt über alle Orte, die im Skisport einen klingenden Namen haben: Tannheim, Oberstdorf, Warth, Davos, Andeer, Andermatt, Saas Fee, Zermatt, Chamonix, Albertville, Chambéry, Grenoble. Sie wird mich durch 5 Länder führen, bis an die magische Grenze der 4000 Meter hinauf.

Wer die Tour von seiner Coach aus “mitwandern” will, der findet auf www.4xtransalp.eu die komplette Route als Dateidownload für Google Earth.

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